
Diese Woche beginnt mit dem September der erste Herbstmonat,
und das Wetter benimmt sich ja auch schon so, was mir den
Anlass gibt, eine Platte vorzustellen, die perfekt zur
melancholischen Herbststimmung passt.
Und zwar ist dies das 5. Album der seit gut 10 Jahren
bestehenden Band aus den USA.
Stilistisch irgendwo zwischen den Tindersticks
und Interpol einzuordnen, scheint beim ersten
Höreindruck die angenehme und warme Bariton-Stimme von
Sänger Matt Berninger den Songs den
Stempel aufzudrücken. Tatsächlich würde sie aber aufgrund
ihrer geringen Spannbreite eher für eine gewisse Eintönigkeit
sorgen, wenn da nicht das filigrane musikalische Gerüst
drumherum wäre, was sich einem aber erst nach
mehrfachem und aufmerksamen Anhören richtig erschließt:
Die Songs folgen nicht dem klassischen Strophe-Refrain-Schema
und besitzen fast durchweg einen subtilen Spannungsaufbau,
der vor allem durch das geniale Schlagzeugspiel von Drummer
Bryan Devendorf getragen wird. Flirrende Gitarren sorgen
für die Harmonien, während Klavier und Streicher die
Kompositionen dezent anreichern.
Zur Faszination des Albums tragen auch die verschlüsselten
Texte bei. Diese leben von rätselhaften Bildern wie
"I was carried to Ohio in a swarm of bees" ("Bloodbuzz Ohio").
Damit vermeidet die Band Banalitäten und eröffnet dem Hörer
eigenen Interpretationsspielraum, so dass er am Ende das Gefühl
hat zu wissen, was denn gemeint ist.
"Aufstieg zur La Brèche de Roland, Pyrenäen"
Vor 13 Jahren, Ende August/Anfang September 1997 war ich zum zweiten Mal mit Kumpel Torsten auf Rucksack-Wandertour durch die Pyrenäen. Nach einem Abstecher nach Spanien ins Ordesa-Tal ging es am 31. August wieder zurück auf die französische Seite, und zwar durch die markante Brèche de Roland in der Nähe des Cirque de Gavarnie. Die Bresche, von uns liebevoll "Zahnlücke des Roland" getauft, ist 40 Meter breit und 100 Meter hoch, die Passhöhe beträgt 2800 Meter und ist von der spanischen Seite (im Bild) über ein schwieriges Geröllfeld zu erreichen (von der französchen Seite über ein einfacher zu begehendes Schneefeld).
Diafarbfilm Agfa 100
