CD der Woche

  • The National
  • High Violet
  • 4AD/Beggars/Indigo
  • 7.5.2010
  • Genre: Indie Rock / Düster Pop
  • **********

Diese Woche beginnt mit dem September der erste Herbstmonat, und das Wetter benimmt sich ja auch schon so, was mir den Anlass gibt, eine Platte vorzustellen, die perfekt zur melancholischen Herbststimmung passt. Und zwar ist dies das 5. Album der seit gut 10 Jahren bestehenden Band aus den USA.
Stilistisch irgendwo zwischen den Tindersticks und Interpol einzuordnen, scheint beim ersten Höreindruck die angenehme und warme Bariton-Stimme von Sänger Matt Berninger den Songs den Stempel aufzudrücken. Tatsächlich würde sie aber aufgrund ihrer geringen Spannbreite eher für eine gewisse Eintönigkeit sorgen, wenn da nicht das filigrane musikalische Gerüst drumherum wäre, was sich einem aber erst nach mehrfachem und aufmerksamen Anhören richtig erschließt: Die Songs folgen nicht dem klassischen Strophe-Refrain-Schema und besitzen fast durchweg einen subtilen Spannungsaufbau, der vor allem durch das geniale Schlagzeugspiel von Drummer Bryan Devendorf getragen wird. Flirrende Gitarren sorgen für die Harmonien, während Klavier und Streicher die Kompositionen dezent anreichern.
Zur Faszination des Albums tragen auch die verschlüsselten Texte bei. Diese leben von rätselhaften Bildern wie "I was carried to Ohio in a swarm of bees" ("Bloodbuzz Ohio"). Damit vermeidet die Band Banalitäten und eröffnet dem Hörer eigenen Interpretationsspielraum, so dass er am Ende das Gefühl hat zu wissen, was denn gemeint ist.

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Foto der Woche

"Aufstieg zur La Brèche de Roland, Pyrenäen"

Vor 13 Jahren, Ende August/Anfang September 1997 war ich zum zweiten Mal mit Kumpel Torsten auf Rucksack-Wandertour durch die Pyrenäen. Nach einem Abstecher nach Spanien ins Ordesa-Tal ging es am 31. August wieder zurück auf die französische Seite, und zwar durch die markante Brèche de Roland in der Nähe des Cirque de Gavarnie. Die Bresche, von uns liebevoll "Zahnlücke des Roland" getauft, ist 40 Meter breit und 100 Meter hoch, die Passhöhe beträgt 2800 Meter und ist von der spanischen Seite (im Bild) über ein schwieriges Geröllfeld zu erreichen (von der französchen Seite über ein einfacher zu begehendes Schneefeld).

Diafarbfilm Agfa 100

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